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Sicherheit

04.05.2020

Sichere Geldgeschäfte für Seniorinnen und Senioren

In diesen Tagen werden die Pensionen ausgezahlt. Das Innenministerium und die Wirtschaftskammer Österreich (WKO) geben Tipps, wie ältere Menschen in Zeiten der Corona-Gefahr sicher zu ihrem Geld kommen.

Seniorinnen und Senioren sind durch das Corona-Virus besonders gefährdet. Sie sollten derzeit nur dann das Haus verlassen, wenn es notwendig ist, und müssen Menschenansammlungen möglichst meiden. Diese Verhaltensregeln betreffen natürlich auch die Geldgeschäfte und die aktuellen Pensionsauszahlungen. Das Innenministerium und die Wirtschaftskammer haben Ratschläge zusammengestellt, wie ältere Menschen ihre Geldgeschäfte auch in diesen außergewöhnlichen Zeiten sicher erledigen können. Unterstützung durch Familienmitglieder, Nachbarn oder Freunde ist in diesen Tagen besonders wichtig. Trotzdem ist Vorsicht angebracht. Vollmachten für Geldbehebungen dürfen niemals unbekannten Personen erteilt werden.

Pensionsauszahlung wie gewohnt

Die Pensionen werden wie gewohnt am Monatsersten ausbezahlt, in der Regel auf das Pensionskonto. Pensionen, die bis dato per Post zugestellt wurden, werden auch weiterhin persönlich zugestellt. Die Zustellung erfolgt kontaktlos unter Einhaltung der vorgeschriebenen Hygiene- und Verhaltensregeln. Der Kunde ist aufgefordert, den Geldbetrag zu überprüfen und den Empfang mittels Unterschrift auf einem Beleg mit dem eigenen Kugelschreiber zu bestätigen. Für das Bundesland Wien gilt, dass die Pensionen weiterhin in den Filialstandorten der Post abgeholt werden müssen. Die Sparte Banken und Versicherungen der WKO ersucht, Ansammlungen von Personen in den Bank- und Postfilialen rund um den Monatsersten zu vermeiden, und bittet, diese Geldgeschäfte auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.

Alternativen und Regeln für den Bankbesuch

Die Gesundheit der Menschen steht an oberster Stelle. Es gilt daher, die Notwenigkeit eines Bankbesuchs vorab zu hinterfragen. Die zahlreichen Online-Angebote der Bankinstitute können oftmals den Weg in die Bank ersparen. Sollte der Besuch einer Bankfiliale dennoch absolute Dringlichkeit haben und nicht aufschiebbar sein, dann ist folgende Vorgehensweise ratsam:

  • Beim Besuch in der Bank gilt es, Distanz und den Mindestabstand von einem Meter einzuhalten.
  • Neben dem persönlichen Kontakt zur oder zum Bankangestellten am Schalter können die Bankomaten oder die Selbstbedienungsautomaten in den Filialen genutzt werden.
  • Die Polizei ersucht, keine großen Mengen an Bargeld oder Wertgegenstände mit sich zu führen.
  • Nach der Erledigung der Geldgeschäfte sollten die Hände gründlich mit Seife oder Desinfektionsmittel gereinigt werden.

Termin vereinbaren und Vollmacht erteilen

Sollte ein persönlicher Kontakt zur Bank dringend erforderlich sein, rät die WKO, vorab telefonisch mit der Betreuerin oder dem Betreuer einen Termin zu vereinbaren. Die Notwendigkeit eines persönlichen Besuchs sollten zuerst telefonisch besprochen und etwaige andere Möglichkeiten ins Auge gefasst werden.

Eine Alternative ist die Behebung von Bargeld durch ein Familienmitglied. Dazu ist die Ausstellung einer Vollmacht und ein Identitätsnachweis nötig. Die genaue Vorgehensweise sollte zuerst telefonisch mit der Bankbetreuerin und dem Bankbetreuer abgeklärt werden. Die Polizei rät, keinesfalls unbekannte Personen mit dieser Aufgabe zu betreuen.

Allgemeine Tipps im Umgang mit Geldgeschäften:

  • Verlassen Sie die eigenen vier Wände nur für dringende Bankgeschäfte.
  • Halten Sie dabei immer Distanz. Sei es in den Filialen, vor dem Bankomaten, aber auch zu Familienmitgliedern, die Ihnen bei Geldgeschäften behilflich sind.
  • Vertrauen Sie nur Ihren Familienangehörigen oder engen Bekannten.
  • Übergeben Sie Ihre Bankomat- und Kreditkarten keinesfalls fremden Personen.
  • Lassen Sie sich nicht von fremden, hilfsbereiten Personen zu schnellen Handlungen und Unterschriften an der Haustür verleiten.
  • Verwenden Sie nach Möglichkeit kontaktloses Bezahlen.
  • Vermeiden Sie es, große Mengen an Bargeld und Wertgegenständen mit sich zu führen oder zu Hause zu verwahren.

– M. PUCHNER (QUELLE: BMI, ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG)

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